Prof. Dr. Rainer Veyhl und Dr. Regina Bouillon  
     
 
 
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Rainer Veyhl: Physik und Ingenieurswissenschaften  
     
     
 

Physik ist vielen Menschen ein Grauen oder zumindest ein Buch mit sieben Siegeln. Physik ist aber in Wirklichkeit eine schöne Wissenschaft, die jedermann zugänglich ist. Wer Physik als schwer und unverständlich empfindet, sagt nur aus, dass er einen schlechten Physiklehrer hatte. Ich hatte zum Glück einen sehr guten Physiklehrer, Wolfgang Stoob, der mein Interesse schon in meiner Pubertät zu wecken wusste.

Innerhalb der Physik gibt es verschiedene Ausrichtungen. Ich bin ein typischer Experimental-Physiker. Experimente sind für mich wie Spiele, bei denen man lernen kann.

Nach erster Qual im Studium (meine mathematischen Vorkenntnisse waren außerordentlich gering, weil ich ein Wirtschafts-Abitur gemacht habe), ist im Hauptstudium dann endlich physikalisches Denken auch in mein Hirn eingezogen. Dabei haben mich die Quantenmechanik und deren Erscheinung, insbesondere in Verbindung mit Laser-Spektroskopie, sehr beeindruckt.

Weite Bereiche anderer Wissenschaften, wie zum Beispiel Chemie, Zell-Biologie und Medizin verwenden physikalische Beschreibungsformen. Eine Zelle ist so zum Beispiel darstellbar als Kugelkondensator, der Löcher hat und durch diese Löcher hindurch Ladungsaustausch zulässt. Schon hat man ein physikalisches Modell, mit dessen Hilfe man Stoffwechsel-Phänomene beschreiben kann. Wenn ein Mediziner ein künstliches Herz entwickelt, muss er viele physikalische Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten in seine Arbeit einfließen lassen, wie zum Beispiel Resonanzfrequenzen der Mechaniken und Strömungsphysik für das Blut. Und wenn man haushälterische Tätigkeiten zu erledigen hat, dann gibt es ebenfalls viele physikalische Gesetzmäßigkeiten zu beachten, sonst ist das Ei, das man wie gewohnt 5 Minuten kocht, in den Alpen wenig genießbar. Als weitere Schlagworte seien nur Dampfdrucktopf und Thermoskanne genannt. Physik ist also überall.

Nach kurzer aber heftiger Begegnung mit wissenschaftlicher Forschung in der Experimental-Physik bin ich dann aber schnell in die Realität des Bruttosozialprodukt-Machens gegangen, weil mein damals noch kleiner Sohn Julian bereits vor meinem Diplom nach entsprechender finanzieller Ausstattung rief.

Während meiner Berufstätigkeit bei einem Widerstandshersteller hatte ich dann die Gelegenheit im Rahmen eines Forschungsprojektes an der TU Braunschweig zum Dr.-Ing. zu promovieren. Ich kenne also die reine Wissenschaft ebenso wie die Ingenieurswissenschaft.

Schon immer haben mich aber anwendungsorientierte Aufgaben wesentlich mehr interessiert als reine Physik.