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Geschichte

Gemeinschaftsprojekt: "Epitaphe in Dithmarschen"

Stand: 13. April 2009

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Unser Weblog "Dithmarscher Epitaphe" (externer Link)

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    Am 7. April  war Herr Lotze von der DLZ (Dithmarscher Landeszeitung) zu Gast bei einem Treffen unserer Arbeitsgruppe. Am 8. April ist der Artikel erschienen. Wir freuen uns über diesen schönen Bericht über unsere Arbeit.    
         
   

   
   

Foto: Jörg Lotze

 

   
    Begleitend zum Seminar "Renaissance erleben" hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein Verzeichnis von Epitaphen in Dithmarschen anfertigen will. Kleingruppen suchen in den Kirchen nach Epitaphen, untersuchen und beschreiben die Epitaphe, andere Teilnehmer sind beispielsweise zuständig für Informationen über biblische oder regionale Hintergründe.

Dies sind die Teilnehmer der Arbeitsgruppe:

   
         
   
Ursel Burmeister Dagmar Luttropp Ortrud Stieper
Barbara Hanusa Nanna Mury Helmi Stührk
Hannelore Holzner Angelika Orlainsky-Mummert Wiebke Tams
Helgard Hucke Sönke Paulsen Elke Trieglaff-Grabe
Wiebke Khan Gunda Roosen Anna Wölber
Elke Leser Pastorin Carola Rosenstein Brigitte Ziervogel
Lore Lindemann Helga Rosin-Lange  
Traute Lüneburg Renate Stephan  
   
         
         
         
   

Hier geht es zu den Epitaphbeschreibungen:

 

Epitaph Junge

St. Secundus, Hennstedt
Epitaph Wasmer

St. Johannis, Meldorf

 
     
   
         
         
    Projekt im Rahmen des Seminars "Renaissance erleben", eine Veranstaltung der VHS-Seniorenakademie.de (externer Link)    
         
   

Definition: Epitaphe 

Das Wort „Epitaph“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „zum Grab gehörig“. Mit diesem Begriff werden Grabinschriften und Gedenktafeln bezeichnet. Seit dem 14. Jahrhundert begann  man, diese Gedenktafeln unabhängig von Grab aufzustellen oder zu –hängen.

In vielen Dithmarscher Kirchen hängen Bildepitaphe. Meist handelt es sich um biblische Darstellungen, in die die Personen der Stifter oder der Verstorbenen eingebaut sind. Oft haben diese Epitaphe eine erklärende Beschriftung. Die meisten dieser Gedenktafeln stammen aus der Renaissance, es gibt auch einige aus dem Barock. 

Über die Dithmarscher Epitaphe ist nicht viel bekannt. Sie sind nicht nur kunsthistorisches Zeugnis, sondern auch wichtig für die Regionalgeschichte und die Familiengeschichte.
 

   
         
    Dithmarscher Epitaphe

Hier sollen vorab nur zwei Beispiele für besonders interessante Epitaphe genannt werden.

Epitaph Rasche, ehemals St. Jürgen, Heide

In der St.-Jürgen-Kirche in Heide hing ein Epitaph für den Landschreiber Johannes Rasche (auch: Raische, Rasch, Raske), datiert auf 1610/ 20. Das Epitaph ist verschollen. Beim Landesdenkmalamt in Kiel gibt es ein Foto von 1932, das auch im Marburger Bildarchiv (externer Link) zu finden ist.

In den 1980ern wandte sich ein Nachfahre Rasches an die Heider Fotografin Helga Schulz mit der Bitte, das Epitaph zu fotografieren. Frau Schulz konnte das Epitaph nicht finden und zog Dr. Volker Arnold hinzu. Trotz intensiver Suche konnte das Epitaph nicht gefunden werden, wohl aber in einer Abseite das Portrait des Pastors Moller (gest. 1591).

Der Nachfahre des Landschreibers Rasche erwähnte, dass Johannes Rasche mit Anna Egmont (Egmond) verheiratet war, einer Tochter oder der Witwe des Lamoral Graf von  Egmond. Dieser Graf war Vorbild für das Trauerspiel "Egmont" von Goethe. Nach bisheriger Aktenlage hat aber Anna von Egmont mit dem Goetheschen Grafen nichts zu tun, sondern stammt aus einer anderen Familie des Namens.

Auf den Spuren dieses Epitaphs sind Heinke Arnold, Margot Ay, Elke Trieglaff-Grabe sowie Brigitte Ziervogel. Gefunden wurde bisher ein kleiner Teil aus der Seite des Epitaphs, Korrespondenz und Protokolle anlässlich der Restaurierung des Epitaphs im Jahr 1909 sowie die Leichenpredigt über Lucia Finxius, geb. Rasche,  verfasst von Johannes Prangius. In der Predigt über die Rasche-Tochter geht Prangius auf die Familiengeschichte ein.

Bisher ist die Suche noch nicht abgeschlossen und noch nicht alle Dokumente transkribiert. Das Team forscht weiter in Archiven und befragt Personen, die etwas über das Epitaph und die Familiengeschichte der Rasche wissen könnten.
 

   
         
    Epitaph Clawes, St. Johannis, Meldorf

Das Epitaph der Familie Clawes von 1592 hängt heute noch im Meldorfer Dom. Das Bild zeigt Jesus und die Samariterin am Brunnen sowie zwei weitere männliche Gestalten. Vermutlich ist einer davon Johann Clawes und die Samariterin seine Frau Telse. Vergleicht man dieses Epitaph mit anderen aus derselben Zeit, beispielsweise mit dem Meldorfer Epitaph Mule, so sieht man, dass Malweise, Kleidung und andere Einzelheiten völlig anders sind als damals in Dithmarschen üblich.

Dieses Epitaph wird bearbeitet von Ursel Burmeister und Anna Wölber.

   
         
         
    Vorgehen

Möglichst viele Dithmarscher Epitaphe sollen in Bild und Text erfasst werden. Bei der textlichen Beschreibung soll ein Schema helfen eine einheitliche Form zu finden:

  • Name
  • Derzeitiger Aufbewahrungsort
  • Ehemaliger Aufbewahrungsort
  • Zustand
  • Maltechnik und Untergrund bzw. bei Reliefs: Material
  • Größe
  • Datierung
  • Beschreibung
  • Hinweise über die Stifterfamilie
  • Hinweise über den Künstler
  • Anmerkungen
  • Quellen

Nach und nach werden die Ergebnisse der Einzelgruppen hier veröffentlicht.

 

   
    Danksagungen

Wir danken folgenden Personen und Organisationen für ihre Hilfe:

 

   
   
Heinke und Dr. Volker Arnold
 
Herr Schröder, Rentamt Dithmarschen
 
 
Pastorin Astrid Buchin, St. Jürgen, Heide
 
   
Kirchenvorstand St. Michaelisdonn
 
   
Kirchenvorstand Tellingstedt
 
   
Pastor Lorenzen, Sankt-Secundus-Kirche in Hennstedt
 
   
Frau Gunhild Maume, Vorsitzende des Kirchenvorstands Albersdorf
 
   
Frau Dr. Jutta Müller, Dithmarscher Landesmuseum
 
   
Pastor Petrowski, Eddelak
 
   
   
         
         
    Literatur
  • Beseler, H., Kunst-Topographie Schleswig-Holstein, Neumünster 1969.
  •  Friedhelm Bechmann, Kirchen in Norderdithmarschen, 79 S., Boyens, Heide 1980

  • Gietzelt, Martin, (Hrsg.) Geschichte Dithmarschens. Hrsg. vom Verein für Dithmarscher Landeskunde. Boyens, Heide 2000

  • Neocorus, Chronik des Landes Dithmarschen

  • Nissen, Nis R., Der Dom Meldorf und Dithmarschen, in: Heiko K. L. Schulze (Hg.), Der Meldorfer Dom, Heide 1992

  • Nissen, Nis. R., Staat und Kirche in Dithmarschen, Heide 1994.

  • Nissen, Nis R., "Die Verstorbenen an den Leser..."- Meldorfer Epitaphien zur Restaurierung, in : Dithmarschen 3/1998, S. 54-56

  • Schulze, Heiko K. L., Die Baugeschichte der Meldorfer Domes bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, in: ders., Der Meldorfer Dom, Heide 1992

 

   
    Links (extern)

Digitalisierte Neocorus-Chronik

J. Hanssen u. H. Wolf, Chronik des Landes Dithmarschen

Kirchen-Projekt der Universität Kiel (Meldorf, Dom)

Kirchen-Projekt der Universität Kiel (St. Annen)

Kirchen-Projekt der Universität Kiel (St. Jürgen, Heide)

Kirchen-Projekt der Universität Kiel (Sankt Nicolai, Wöhrden; Sankt Bartholomäus, Wesselburen; St. Marien, Hemme, St. Clemens, Büsum)

Allgemeine Informationen über die Kirche in Wöhrden

über das Epitaph Wolff in Tellingstedt

Family Search: Genealogische Auskünfte über Personen

Verzeichnis deutscher Leichenpredigten